Borreliose homöopathisch behandeln


Die Lyme-Borreliose - eine tückische Erkrankung

Die Lyme-Borreliose ist nicht bloß eine akute Infektionskrankheit, sondern hat, bei unzureichender Behandlung, häufig die Neigung über die Jahre zu einer chronischen Erkrankung auszuufern, die letztlich den gesamten Organismus erfasst und durchzieht.

Der Erreger ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das nach seinem Entdecker Willy Bergdorfer benannt ist. Es heisst insofern Borrelia burgdorferi und gehört zur gleichen Bakterienfamilie wie die Erreger der Syphillis (Treponema Pallidum, ein sogenannter Spirochät), der beispielsweise durch einen Zeckenbiss auf den Menschen übertragen werden kann. Taucht nach einem Zeckenbiss die sogenannte "Wanderröte" (erythema migrans) auf, wird in der Regel umgehend durch einen Arzt eine Antibiose eingeleitet, um eine Chronifizierung der Erkrankung zu vermeiden. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Borelia burgdorferi in mehreren Erscheinungsformen auftaucht: Zum einen als extrazelluläre Form des Schraubenbakteriums, als sog. Sphaeroblasten, eine Form ohne Zellwand und als zystische Form. 

 

Auch nach Antibiotikatherapie verbleiben die Borrelien oft im Organismus

In manchen Fällen verbleiben trotz Antibiotikagabe die Erreger im menschlichen Organismus und richten hier über Monate und Jahre Ihr Unheil an, da die Erkrankung häufig schleichend verläuft und zunächst vom Betroffenen unbemerkt bleibt. Denn die Erreger haben die Fähigkeit in den Zellen des Wirtes die Antibiotikatherapie schadlos zu überdauern.

Insofern sollte auch nach einer Antibiotikagabe stets eine Begleittherapie durch einen Homöopathen erfolgen, um die restlichen Erreger zu erfassen und das Risiko von Folgeschäden zu mindern. 

Chronifizierung der Borreliose - ein schleichender Prozess

Die Erkrankung verläuft schleichend und fast unbemerkt mit häufig zunächst unspezifischen Symptomen.

In der Frühphase klagt der Betroffene über grippeartige Zustände, Schwäche, Fieber. In diesem Stadium kommt es auch häufig zu Muskel- und Gelenkschmerzen.

Im Folgestadium nach etwa 4-16 Wochen breiten sich die Erreger zunehmend im Organismus aus, es kann zu Schweissausbrüchen, einer Beeinträchtigung des peripheren und zentralen Nervensystems, zu psychischen Auffälligkeiten, Arthritiden, Myalgien, Sehstörungen, Herzerkrankungen, etc. kommen. Auch die Knochen sind häufig betroffen. So ist auftretender Knochenfrass im Kieferbereich, etc. ebenso anzutreffen.

Liegt der Schwerpunkt der Chronifizierung auf dem Nervensystem, so spricht man von der sogenannten Neuroborreliose.

Die Chronifizierung ist ein schleichender Prozess, bei der die Pathologie meist an Intensität zunimmt. 

 

Die homöopathische Begleittherapie der Borreliose

Aufgabe des Homöopathen ist es, in Ergänzung zur Antibiotikagabe durch den behandelnden Arzt, im Rahmen der Begleittherapie nun dafür Sorge zu tragen, dass möglichst alle Erreger aus dem Organismus des Patienten getrieben werden, um eine Chronifizierung der Erkrankung zu vermeiden.

Häufig leiden die Betroffenen jedoch schon mehrere Jahre an den Folgen einer früheren Borrelioseerkrankung, die lediglich über eine Antibiotikagabe behandelt wurde und nicht zum Abschluss kam. Sie klagen, über fortschreitende Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Veränderungen ihres Charakters, über Knochen- und Gelenkschmerzen, Trigeminusneuralgien, Muskelverspannungen, etc. In solchen Fällen einer Chronifizierung der Borreliose ist die Miasmatik als Bestandteil der klassischen Homöopathie sehr segensreich, um die Selbstheilungskräfte des Organismus zu fördern und somit das Immunsystem zu stärken und einen Heilungsprozess einzuleiten.  

 

Die Miasmatik - ein wichtiger Faktor bei der Behandlung der Borreliose

Das jeweils vom Homöopathen verabreichte Mittel richtet sich dabei nach den ganz individuellen geistigen, körperlichen und seelischen Symptomen und nach den vererbten Dispositionen, die der Betroffene mit sich bringt. Im Rahmen der Therapie ist die Beachtung der miasmatischen Grundsätze der klassischen Homöopathie unbedingt zu beachten. Denn die Miasmatik ermöglicht es dem Homöopathen chronische Erkrankungen erfolgreich zu behandeln und die Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus gezielt zu aktivieren. Die Miasmatik wurde von dem deutschen Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann entwickelt. Über ihre Anwendung war es Dr. Hahnemann möglich auch chronische Erkrankungen erfolgreich über die Homöopathie zu behandeln.